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wir unterstützen sie dabei.

Über uns

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Sie stehen im Fokus, als Mensch und Patient

Bevor wir mit der Therapie beginnen, wollen wir Sie kennen lernen, damit wir uns individuell auf Ihre Bedürfnisse einstellen können. Unsere Erfahrung lehrt uns, je besser wir eine Therapie auf Sie abstimmen können, desto größer ist der Heilerfolg.

Die Ergotherapie bietet ein breites und sich ständig erweiterndes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Kontinuierliche Schulungen halten uns immer auf dem modernsten Wissenstand. Dieses Wissen kombiniert mit unserer Erfahrung hilft uns, die individuell auf Sie abgestimmte Behandlung zu finden, um einen optimalen Genesungsverlauf zu erreichen.

Neben der menschlichen und therapeutischen Qualität setzen wir auf hochwertige und modernste Praxisausstattung. Nur mit ausgereiften Arbeitsmaterialien lässt sich unser hoher Anspruch in puncto Behandlungsqualität perfekt realisieren.

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Ärzten (Fach-/Kinderärzten), Neurologen, Psychiater, Psychologen Schulen und Institutionen im Raum Esslingen zusammen.

Die Behandlung findet in der Praxis in Einzel- oder Gruppentherapie statt. Selbstverständlich können Patienten auch im häuslichen Umfeld behandelt werden.

Dies ist manchmal notwendig, wenn der Patient nicht in der Lage ist in die Praxis zu kommen bzw. es die Indikation erfordert, die Therapie zu Hause stattfinden zu lassen. Eine adäquate Beratung bzw. Behandlung ist in häuslicher Umgebung bzw. direkt im beruflichen Umfeld besser möglich.
Sollten Sie noch Fragen haben sprechen Sie uns gerne an.

Ihr ERGOPuR-Team

Team_Wolle

Wolfgang Schwenzig

„Mich begeistern als Ergotherapeut immer wieder die kleinen Erfolgserlebnisse in der Therapie und am Patienten und dass ich mit meiner Arbeit einen Teil dazu beitragen kann.“

Team_02

Katharina Sieber

„Durch den kreativen Einsatz verschiedener Materialien und Hilfsmittel möchte ich die Selbstständigkeit der Menschen fördern und somit auch eine Hilfe sein, um im Alltag zu bestehen. Das ist mir besonders wichtig.“

Team_01

Svenja Meurle

„Ergotherapie ist für mich eine tolle Möglichkeit den Menschen ganzheitlich in allen Lebensphasen zu unterstützen. Die Arbeit mit Menschen und immer wieder Neues zu entdecken macht mir viel Freude.“

Was ist Ergotherapie?

Die Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen. Eine ergotherapeutische Behandlung wird daher von einem Arzt als Heilmittel verordnet. Die Kosten für diese Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

In der Ergotherapie Behandlung geht es darum, die größtmögliche Eigenständigkeit von Erkrankten im Beruf, Schule und die Teilhabe am alltäglichen Leben des Menschen zu verbessern.

Das Wiedererlangen von Handlungsfähigkeit und damit größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen im häuslichen und beruflichen Alltag steht im Mittelpunkt der Ergotherapie.

Bei Patienten mit kognitiven Störungen im Rahmen von neurologischen/demenziellen Erkrankungen sind häufig die Wahrnehmungsverarbeitung, das Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit betroffen.

Ergotherapie hat einen ganzheitlichen Ansatz und schult so nicht nur die Motorik, sondern das ganze menschliche System: Bewegung – Wahrnehmung – Aufmerksamkeit und Koordination.

Durch diese Behandlungsform verbessert sich die körperliche und die psychische Gesamtverfassung des Patienten.

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Unsere Therapieformen

Der Wirkfaktor der Ergotherapie ist die Behandlung durch das Handeln des eingeschränkten Menschen selbst. Dabei wird das Tätigsein und Handeln als menschliches Grundbedürfnis und als Voraussetzung für Wohlbefinden gesehen.

Die erfolgreiche Bewältigung von Aufgaben ermöglicht das Erleben persönlicher Effektivität und Wirksamkeit und somit ein positives Selbstbild.

Das zentrale Anliegen der Ergotherapie ist es, Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, in der Bewältigung seines Lebensalltags zu unterstützen.

Selbstbestimmtes Handeln in beschütztem Rahmen fördert das Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Eigene Ressourcen werden unter Einbeziehung und Stärkung der vorhandenen Fähigkeiten zur Krankheitsbewältigung mobilisiert.

Geriatrie

Ergotherapie in der Geriatrie:

Die Geriatrie ist die Lehre von den Krankheiten des alternden Menschen und wird auch als Altersmedizin oder Altenmedizin beziehungsweise Altersheilkunde bezeichnet.

Als Therapieform ist die Ergotherapie in der Geriatrie nicht mehr wegzudenken und wird durch das Alter der Patienten und den damit einhergehenden, altersbedingten körperlichen als auch geistigen Einschränkungen bestimmt.

Oftmals liegen bei den betroffenen Patienten Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität) vor. Die häufigsten Krankheitsbilder sind neurologische Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose), dementielle Erkrankungen (z.B. Morbus Alzheimer), degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, der Zustand nach Frakturen, Amputationen und Tumorentfernungen, Depressionen, Psychosen und Neurosen.

Die Ergotherapie in der Geriatrie berücksichtigt in den Behandlungen die Mehrfacherkrankungen und den Umgang mit den älteren Menschen. Die Maßnahmen der Ergotherapie in der Geriatrie werden durch diese Mehrfacherkrankungen, aber auch durch akute und chronische Krankheitsbilder sowie äußere Einflüsse wie die Wohnsituation und Veränderungen im sozialen Umfeld bestimmt.

Ältere Menschen befinden sich durch altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen in einem besonders labilen gesundheitlichen Gleichgewicht und jede zusätzliche Erkrankung stellt eine massive körperliche, psychische und auch soziale Belastung dar. Der Ergotherapeut beziehungsweise die Ergotherapeutin muss sich in der Geriatrie diesen Besonderheiten stellen.

Psychiatrie / Gerontopsychiatrie

Das Feld der Psychiatrie umfasst die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung aller seelischen Erkrankungen. Menschen jeden Alters können an den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen leiden, deshalb sind die Fachbereiche der Psychiatrie entsprechend gegliedert. Zwangsstörungen, Suchterkrankungen, psychosomatische Beschwerden oder Depressionen sind nur einige der psychischen Leiden.

In den Bereichen Psychiatrie und Gerontopsychiatrie behandeln wir Patienten aller Altersstufen die Behandlungsziele liegen in der:

  • Tagesstrukturierung
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (Vermeidung von schnellem Abbau)
  • Verbesserung der psychischen Grundfunktionen (Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Flexibilität, Ausdauer, Selbstständigkeit)
  • Förderung des Realitätsbezuges
  • Verbesserung in der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
  • Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Entwicklung von Bewältigungsstrategien
  • Selbstständige Lebensführung
  • Integration und Reintegration in den Beruf und in die soziale Umwelt

die Entwicklung von Lösungsansätzen zur Alltagsbewältigung und die Gewinnung neuer Sichtweisen für das eigene Leben:

  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens (sozial-emotionale Kompetenz, Beziehungs- und Interaktionsfähigkeit)
  • Erhalt und Verbesserung psychischer Basisfunktionen (Motivation, Belastbarkeit, Flexibilität, Selbständigkeit)
  • Aufbau und selbständige Einhaltung von Tagesstrukturen
  • Förderung kognitive Funktionen (Konzentration)
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Selbstversorgung und Alltagsbewältigung

Ergotherapie in der Psychiatrie wird eingesetzt, um gruppendynamische Prozesse anzuleiten, strukturierende Tätigkeiten mittels Handwerk und Gestaltung auszuüben, die Selbständigkeit im Alltag sowie Hirnleistungsprozesse zu fördern. Hierbei spielen kompetenzzentrierte, interaktionelle und ausdruckszentrierte Methoden eine wichtige Rolle.

Ergotherapie kann bei der Behandlung folgender Krankheitsbilder von Menschen jeden Alters angewendet werden:

  • endogene Psychosen
  • organische Psychosen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychosomatischen Erkrankungen
  • Suchtproblematik
  • Verhaltens- und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters
  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörung

Aufgaben der Ergotherapie in der Psychiatrie:

Die Hauptaufgabe der Ergotherapie in der Psychiatrie ist das Wiedereingliedern der Patienten in die Gesellschaft. Dazu müssen die Motivation, die Belastbarkeit und die Ausdauer gestärkt werden. Ganz wichtig sind das Einüben neuer Denkmuster und die Förderung des Selbstvertrauens. Die Betroffenen werden angeleitet, wie sie wieder selbstständig ihren Tagesablauf gestalten und strukturieren können, ohne in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Emotionale Fähigkeiten werden gefördert und der Patient lernt, seine Gefühle auszudrücken.

Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie:

Grundziele der Ergotherapie sind die Entwicklung, der Erhalt und die Verbesserung von psychischen Grundleistungsfunktionen. Dazu gehören die Selbstständigkeit, die Flexibilität und das situationsgerechte Verhalten. Ein Teilziel kann sein, den Betroffenen wieder in das Arbeitsleben zu integrieren.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Ergotherapie in der Psychiatrie ist die Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung. Der Patient lernt, seine Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu äußern. Eine realistische Selbstwahrnehmung wird angestrebt und die Betroffenen lernen, Nähe zuzulassen und Grenzen abzustecken. Der Therapeut zeigt Übungen zur Entspannung und zum Aggressionsabbau.

Die Förderung der kognitiven Fähigkeiten ist ein weiteres Ziel der Ergotherapie .Kognitive Fertigkeiten sind Gedächtnisleistung, Konzentration und die Aufmerksamkeit.

Behandlungstechniken / Therapie-Inhalte der Ergotherapie & Psychiatrie:

In der Ergotherapie wird häufig mit Materialien wie Holz oder Ton gearbeitet, um den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, ihre Gefühle und Ängste gestalterisch wiederzugeben. Malen, Korbflechten, Töpfern – es gibt viele Möglichkeiten. Weitere Therapieinhalte der Ergotherapie in der Psychotherapie sind Schulung von Aufmerksamkeit und Konzentration, auch als direkte Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in das Berufsleben.

Bewegungstherapie wird in Form von Ausdruckstänzen, mit Entspannungsverfahren oder zum Beispiel auch mit Boxen angeboten.

Speziell für Demenzkranke gewinnt die basale Stimulation immer mehr an Bedeutung. Bei diesem Konzept werden mittels Rhythmik, Körperkontakt oder Vibrationen die Empfindlichkeit für Berührungen und der Gleichgewichtssinn angesprochen.

bei psychischen Funktionseinschränkungen:

  • Verbesserung von psychischen Grundleistungen wie Orientierung, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Strukturierung
  • Verbesserung von auf psychischem Weg eingeschränkten körperlichen Funktionen
  • Verbesserung von Antrieb, Selbstvertrauen, Realitätsbezogenheit, Angstbewältigung und Kontaktfähigkeit
  • Verbesserung kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähig- keit, Gedächtnis sowie Handlungsplanung
  • Verbesserung der Sozio-Emotionalen Fähigkeiten zum Erwerb oder zur Erhaltung der Selbständigkeit
  • Bei Kindern die Verbesserung der Selbststeuerung, des Verhaltens, des Miteinanders mit großen und kleinen Menschen.

Pädiatrie

Therapieziele in der Pädiatrie:

Im pädiatrischen Bereich behandeln wir Kinder mit:

  • Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
  • Allgemeinen Entwicklungsverzögerungen
  • Koordinationsstörungen in der Grob- und Feinmotorik
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen (AD(H)S)
  • Verhaltensstörungen
  • Autismus
  • Körperlichen und geistigen Behinderungen

Unseren ergotherapeutischen Befund erstellen wir z.B. durch:

  • Elterngespräche
  • Anamnestische Erhebungen
  • Informationen zum sozialen Umfeld
  • Gezielte Beobachtungen des Kindes
  • Standardisierte Tests wie z. B. FEW2 bzw. DTVP2
    Dieses ist Grundlage für die Behandlung.

Die Behandlungsziele werden gemeinsam mit den Eltern und wenn möglich mit den Kindern besprochen.

Unsere Behandlungsmethoden und Konzepte sind u. a.:

  • Sensorische Integrationstherapie (SI)
  • Ergotherapeutisches soziales Kompetenztraining (EST)
  • Aufmerksamkeitstraining (Attentioner nach Jacobs)
  • Visuelles Wahrnehmungstraining (M. Frostig)
  • Marburger Konzentrationstraining

Um das Kind zusätzlich in seinem sozialen Umfeld zu unterstützen und die Ziele und den Verlauf der Behandlung überprüfen zu können, ist uns der regelmäßige Austausch mit Eltern und weiteren Bezugspersonen wie Lehrern, Erziehern, Ärzten und Therapeuten wichtig.

Indikationen für eine ergotherapeutische Behandlung können sein:

  • Entwicklungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen
  • Störung der Körperwahrnehmung, der Wahrnehmungsverarbeitung und der Sensibilität
  • Koordinationsstörungen
  • Störung der Handlungs- und Bewegungsplanung, sowie -ausführung
  • Störung im Bereich der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Störung der Feinmotorik, Graphomotorik
  • angeborene oder erworbene Muskelerkrankungen
  • Unfallfolgen
  • psychische und psychosomatische Erkrankungen
  • geistige Behinderung
  • Defizite in den psychosozialen Fähigkeiten und der Kommunikation

Ziele der ambulanten Ergotherapie:

  • Handlungsfähigkeit in der Selbstversorgung, z.B. selbstständiges An- und Ausziehen, Essen, Hygiene
  • Handlungsfähigkeit im Kindergarten, Schule oder Freizeit, z.B. schreiben, malen, schneiden, Handlungsplanung und -umsetzung, aber auch Konzent- rations- und Aufmerksamkeitsförderung
  • Verbesserung der sozialen Kompetenzen, z.B. abwarten können, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Respekt

Neurologie

Bei neurologischen Patienten soll die Ergotherapie vorhandene Defizite besonders im motorischen und kognitiven Bereich, sowie in der Wahrnehmung verbessern.
Ziel ist es verloren gegangene Fähigkeiten wiederherzustellen oder zu kompensieren, beziehungsweise die noch vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten, um dem Patienten eine bestmögliche Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Um die individuellen, speziell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmten Therapieziele zu erreichen, wird mit besonderen Behandlungskonzepten gearbeitet.
Zur Anwendung kommen hier z.B. das Bobath-Konzept, das St. Gallener Modell (Lernen im Alltag), die Neurodynamik, verschiedene Hirnleistungstrainings (bei Bedarf auch computergestützt) sowie das ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens).

Gerne beraten wir die Patienten auch zu möglichen Hilfsmitteln, mit denen sich das Leben im Alltag erleichtern lässt.

Krankheitsbilder:

  • Apoplektischer Insult (Schlaganfall)
  • Cerebrale Blutungen
  • Schädel-Hirn-Traumata
  • Gehirntumore
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Demenz und Morbus Alzheimer

Therapieziele:

Die Ergotherapie soll hier vor allem sensomotorische und perzeptive Funktionen stabilisieren. Dazu zählen vor allem die Ausführung motorischer Bewegungsabläufe, sowie die Wahrnehmung von Sinnesreizen. Des Weiteren fördert die Ergotherapie den Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und dem (Wieder-)Erlernen physiologischer Bewegungen. Dies dient oftmals auch der Schmerzreduktion. Ergotherapie ist häufig in der Lage, kognitive Funktionen (z.B. Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Handlungsfähigkeit und Merkfähigkeit) zu verbessern.

Letztlich ermöglicht die Ergotherapie vielen Patienten die eigenständige Lebensführung zu verbessern. Bei Bedarf werden dazu auch technische Hilfen oder andere Hilfsmittel mit einbezogen.

Arbeitstherapie

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird. Der Betroffene wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über.

Wer bekommt Arbeitstherapie?

Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten und -fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können.

Es ist die Aufgabe des Therapeuten, die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen zu erreichen. Dazu schafft er die entsprechenden Rahmenbedingungen, Übungsbereiche und entwickelt Förderprogramme zur Verbesserung/Wiederherstellung von:

  • Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Tages- und Zeitstrukturierung
  • sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-, Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit
  • affektiven Leistungen, Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit
  • motorischen Fertigkeiten wie Feinmotorik und Geschicklichkeit zur Wiedergewinnung der berufs- und arbeitsplatzspezifischen Fähigkeiten
  • körperlicher Belastbarkeit
  • instrumentellen und individuellen Kompetenzen (z. B. Rechnen, Schreiben, Organisieren)
  • Alltagskompetenzen

Aufgaben der Arbeitstherapie:

Zu den Aufgaben eines Ergotherapeuten im Bereich der Arbeitstherapie gehört es, eine Arbeits- und Berufsanamnese zu erheben und ein Anforderungs- und Fähigkeitsprofil zu erstellen und realitätsorientierte Trainingsangebote und Belastungserprobungen durchzuführen.
Der Ergotherapeut berät den Patienten bzgl. der Möglichkeiten, der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Er betreut den Klienten an seiner (neuen) Arbeitsstelle und passt diesen Arbeitsplatz ggf. individuell an.

Theatertherapie

Die Theatertherapie ist eine künstlerische Therapie (wie z. B. Musik-, Kunst- und Tanztherapie), Theatertherapie wird in allen psychosozialen Feldern angewandt, für Einzel-, Paar- und Gruppentherapie, und hat sich insbesondere auch bei sonst schwer erreichbaren Klienten und Problemfeldern bewährt.

Vor allem der spielerische, handlungs- und körperorientierte Ansatz und die Betonung des Erlebens und des Ausdrucks erschließen neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten, ermöglichen Zugänge zu Emotionen, die weit über die verbale Ebene hinausgehen, und können dank ihrer künstlerischen, gestalterischen Form einen hohen Grad an Schutz bieten.

Theatertherapie schafft einen Raum, sich spielerisch auszuprobieren und neu zu entdecken. Der Kontakt zum Körper und dem eigenem Erleben wird neu erfahrbar. Die verschiedenen Anteile der eigenen Persönlichkeit können erkannt werden. Ressourcen werden gefunden und gestärkt.

Die Theatertherapie konzentriert sich immer primär auf die Ressourcen und gesunden Anteile der Persönlichkeit und stärkt diese. In der Theatertherapie wird nicht nur auf biografisches Material zurückgegriffen, sondern v.a. auch auf fiktive Geschichten (Märchen, Mythen, literarische Texte usw.), die die gesamte Vielfalt menschlicher Aspekte enthalten und sie darstell- und handhabbar machen.

Die Theatertherapie ist in Deutschland in der Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) in der medizinischen Rehabilitation aufgelistet unter :

F Klinische Psychologie, Neuropsychologie
F15 Künstlerische Therapien einzeln
F154 Theatertherapie einzeln

sowie

F16 Künstlerische Therapien in der Gruppe
F164 Theatertherapie in der Gruppe

In Deutschland ist bisher vor allem das Psychodrama als therapeutische Methode bekannt. Es benutzt die Mittel des Theaters vor allem, um jeweils einem Einzelnen Mitglied aus der Gruppe den Raum zu geben, erlebte Situationen auf der Bühne zu wiederholen, von außen zu betrachten und nochmal und gereifter zu erfahren (Hier wird also vor allem individuumskonzentriert und biografisch gearbeitet).

Theatertherapie geht über diese Ansätze hinaus und nutzt noch viele andere Methoden aus dem Schauspieltraining, dem Sprechtheater, der Pantomime, der Improvisation, dem Masken- und Puppenspiel… uvm.

Theatertherapie schafft einen Raum, sich spielerisch auszuprobieren und neu zu entdecken. Der Kontakt zum Körper und dem eigenem Erleben wird neu erfahrbar. Die verschiedenen Anteile der eigenen Persönlichkeit können erkannt werden. Ressourcen werden gefunden und gestärkt.

Die Bühne wird zum Ort konkreter Handlungen, emotionaler Erfahrungen und rationaler Einsichten. Das Spiel bietet sowohl den Darstellern als auch den Zuschauern die Möglichkeit, innerhalb eines geschützten Raumes, emotional Bedeutsames neu zu erleben, zu begreifen und anzunehmen. In dem Schutzraum “so tun als ob” können die Teilnehmer sich spielerisch erfahren, ungelebte Gefühle hinter dem Schutz einer Rolle auf der Bühne erfahrbar machen. Toleranz, Achtsamkeit, Glaubwürdigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Eindeutigkeit, Umgang mit Gefühlen, mit Nähe und Distanz, Macht und Ohnmacht können geübt werden. Durch das Erleben auf der Bühne, das “in Beziehung gehen”, können sich Vorurteile oder Ängste Personen gegenüber verändern, kann das in Kontakt treten erprobt werden. Durch andere Sichtweisen aus dem konkreten Erleben und Reflektieren heraus entwickeln sich andere Verhaltensweisen.

In den Ländern der Niederlande, der USA sowie in England ist die Theatertherapie heute eine anerkannte und in das staatliche Gesundheitswesen aufgenommene Therapieform. Sie wird in allen psychosozialen Feldern angewandt und hat sich auch insbesondere bei sonst schwer erreichbaren Klienten und Problemfeldern bewährt.

EMDR Therapie

EMDR ist eine etablierte Psychotherapiemethode, die ihren Ursprung in der Psychotraumatherapie hat. Die Anwendungsmöglichkeiten von EMDR reichen jedoch weit darüber hinaus. EMDR basiert darauf, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels dessen er belastende Erfahrungen verarbeiten kann.

Zentrales Element der EMDR-Therapie sind die geleiteten Augenbewegungen – auch bilaterale Stimulation genannt: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der Therapeutin mit seinen Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Die Augenbewegungen des Klienten sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar – der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden. Alternativ zu den Handbewegungen kann der Therapeut Töne einsetzen oder die Handrücken der Patientin berühren.

Am Anfang der EMDR-Behandlung diagnostizieren qualifizierte Traumatherapeutinnnen und -therapeuten in einer ausführlichen und fundierten Anamnese das Trauma und die mit ihm verbundenen belastenden Symptome.

Damit Patientinnen sich vorsichtig der Traumathematik nähern können, schaffen EMDR-Fachleute mit viel Einfühlungsvermögen einen sicheren und geschützten Rahmen. Nun können sich die Patienten gemeinsam mit ihren Behandlerinnen die mit dem traumatisierenden Geschehen verbundenen Bilder und Situationen ansehen und sie von den belastenden Emotionen entkoppeln. In der Regel leiten EMDR-Therapeuten während einer Sitzung mehrere Sequenzen der Augenbewegungen an, die eine halbe bis eine Minute dauern. Achtsam leiten sie die Patienten durch das Erinnerte und die dazugehörigen Empfindungen.

Eine EMDR-Sitzung ist vergleichbar mit einer Zugreise: Die Patientinnen und Patienten fahren noch einmal an dem Geschehen vorbei – aber aus sicherer Distanz und in Begleitung ihrer Therapeutinnen bzw. Therapeuten. Im weiteren Verlauf der Sitzung verblasst die belastende Erinnerung Stück für Stück und die Symptome des Traumas werden aufgelöst. Die Patienten lernen, mit den alten traumatischen Erinnerungen und Gedanken umzugehen und können eine neue, angemessenere Perspektive auf das Geschehen entwickeln.

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Kursangebote 2016

Improvisationstheater Kurs
Schauspiel für alle, die eine Pause vom gewöhnlichen Alltag brauchen, oder ihn verändern möchten.

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